Google Hotelfinder jetzt in Google Maps sowie im „Local Universal 3-Pack“

Es war nur eine Frage der Zeit, bis Google das alte Projekt aus dem Jahr 2011, den Google Hotelfinder, neu befeuert. Die Einträge der Hotels in Google-Maps wurden ab 2015 durch die Einträge des Google-Hotelfinder ersetzt. Zudem erscheinen die Hoteleinträge seit März 2015 in neuer Form auch in der Google Suche. Wo bisher eine Liste mit Hotels und Preisen unterhalb der AdWords-Anzeigen erschien, wird nun eine Anzeige von drei lokalen Businesseinträgen von Hotels anzeigt. Google nennt diese neue Präsentationsform „Local Universal 3-Pack“.

Google Hotelfinder jetzt im Universal 3 Pack

Universal 3 Pack: Google integriert 3 lokale Hoteleinträge in die Google Suche

Sowohl in der Präsentation auf Google Maps wie auch in der Präsentation im „Local Universal 3-Pack“ ändert sich am ursprünglichen Prinzip des Hotelfinders nur wenig.

Die Ergebnisse folgen auf eine mit dem Keyword „Hotel“ verbundene Suchanfrage des Nutzers, und sie werden mit den entsprechenden Bildern angereichert. Ebenfalls sind Preisspannen und Bewertungen zu sehen.

Auch wenn die Hotelpräsentation durch Google eine interessante Alternative für Hoteliers darstellt, so ist diese nicht kostenlos und kostet die Hoteliers Marge.

Eine aktuelle Analyse von Searchmetrics, Spezialist für Search- und Social-Analysesoftware, zeigt, dass das Buchungsportal Booking.com nach Amazon einer der größten Google-Adwords-Kunden im deutschsprachigen Raum ist (in Deutschland Platz 4, in Österreich Platz 2 und in der Schweiz Platz 1 unter allen Adwords-Kunden).

Google Hotelfinder hilft den Buchungsportalen

Hotelmarketing mit dem Google Hotelfinder

Hoteleinträge in Google Maps – hier die Hotelliste zur Suchanfrage „Hotel Bonn“

Beim neuen Google Hotel Finder werden Inhalte, die ein Hoteleigner zur Verfügung stellt, sowie Kundenbewertungen und Anzeigen miteinander verknüpft. Auf Google Maps gibt der Suchende seine Suchanfrage Anfrage ein; z.B. „Hotel Bonn“.

Nach Absenden der Anfrage erscheint in der linken Spalte eine Liste von Hotels, die den Anfragekriterien entsprechen. Sobald ein Hotel aus der Liste ausgewählt wird, erscheinen weitere Informationen zum Hotel: Hoteladresse, Bilder, Nutzerurteile, Zimmerpreis.

Der Clou dabei: Man kann das Hotel der Wahl direkt buchen, aber meist nicht beim Hotel selbst, sondern bei Anbietern wie HRS, Booking.com, Expedia.de. Und diese Anbieter entrichten Klickgebühren an Google, sobald ein Nutzer auf den Link zum jeweiligen Buchungsportal klickt.

Das Interessante an diesem Werbeweg: Google verknüpft das geistige Eigentum und die Markennamen der Hotels (Bilder, Beschreibungen etc.) mit den Anzeigen der Buchungsportale – und generiert daraus Anzeigenerlöse.

An sich handelt es sich um eine Win-Win-Situation: Im Idealfall profitiert das Hotel, das Buchungsportal und natürlich auch Google. Der Google Hotelfinder wird auch in der neuen Erscheinungsform in der Hotelbranche inzwischen recht positiv angenommen.

Viele Hoteliers dachten, dass mit dem Google Hotelfinder die Provisionen für HRS und Booking in Zukunft wohl noch höher würden – doch eine weitere Belastung für Hotelbesitzer ist bislang nicht eingetreten.

Google generiert seine Einnahmen aus dem Hotelfinder mit dem Cost-per-Click-Modell.

Modell-Rechnung: So viel verdient Google an einer Hotelbuchung

  • Zimmerpreis (Beispiel): 100 Euro / Nacht
  • Google-Provision: Geschätzte 30 Cent pro Klick.
  • Aus 50 Klicks wird 1 Buchung; d.h. Google erhält pro Buchung 15 Euro.
  • Wert einer Buchung: 2 Nächte à 100 Euro = 200 Euro
  • Von diesen 200 Euro zahlt der Hotelbetreiber 15% = 30 Euro an das Buchungsportal.
  • Das Buchungsportal zahlt von seinen 30 Euro 15 Euro an Google.
  • Langfristig wäre es daher für Hotels durchaus interessant, nicht nur Buchungsportale zu nutzen, sondern gezielt in die Selbstvermarktung einzusteigen. Würde ein Hotel z.B. einen Adwords Spezialisten engagieren, ließen sich die Provisionskosten (inklusive Google Klickkosten) sicher deutlich drücken.

Google Hotelfinder kann eine Win-Win-Maschine sein

Der Hotelfinder ist so lange erfolgreich, so lange die Buchungsrate bei mindestens 1 Prozent liegt, d.h. so lange aus 100 Klicks mindestens 1 Buchung wird.  Sowohl Google wie auch die Buchungsportale werden erhebliche Anstrengungen unternehmen werden, dieses Mindestziel zu erreichen. Denn der Markt ist ebenso riesig wie lukrativ. Daher wird man alles daran setzen, den Hotelkunden schon vor dem Klick möglichst viele und möglichst aussagekräftige Informationen zur Verfügung zu stellen.

Letztlich zahlt natürlich der Hotelkunde die gestiegenen Provisionen – aber auch Hotelkunden profitieren vom Hotelfinder – nämlich in der Form, dass sie hotelübergreifend Bilder, Beschreibungen, Bewertungen und Buchungsmöglichkeiten an einem einzigen Ort findet. Und dass sie in der Lage sind, Ihre Suche nach bestimmten Kriterien einzugrenzen.

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