Social Media Marketing: Soziale Netzwerke fürs Marketing nutzen

Social Media Marketing: Gewinn durch soziale Netzwerke

Dieser Beitrag über Social Media Marketing beginnt mit einem kleinen Ausflug in die Welt der großen Medien. Doch Sie werden schnell sehen, dass der Befund, der auf viele Medienhäuser zutrifft, sehr viel mit Ihrem Unternehmen, mit Ihrem Marktauftritt und mit Ihrer Werbung zu tun hat.

Schon 2010 man im Online-Dienst Schweizmagazin folgendes lesen:

„Die deutschen Massenmedien haben den Einfluss auf ihre Leserschaft verloren. (…) Für die Massenmedien Deutschlands beginnt eine neue Zeitrechnung. Ihre über Jahre manipulierte und gelenkte Leserschaft folgt ihnen nicht mehr. Bild, Spiegel, Focus und viele andere Publikationen (…) verlieren immer weiter an Boden.“

Der Befund: Klassische Medien verlieren an Reichweite

Ja, es ist richtig, und daran hat sich bis heute nichts geändert: Die bisherigen Platzhirsche unter den Medien verlieren immer mehr an Reichweite und damit an Einfluss. Aber nicht etwa deshalb, weil in den Medien heutzutage mehr gelogen wird als früher. Und auch nicht deshalb, weil mehr Menschen als früher die Medienlügen erkennen.

Warum Menschen von Massenmedien zu Social Media wechseln

Der Hauptgrund ist, dass die Menschen heute nicht mehr auf die Berichts- und Deutungshoheit der Medien angewiesen sind. Menschen sind über Grenzen hinweg untereinander vernetzt. Über Twitter, Facebook, Linkedin, Xing und andere Netzwerke.

PRO SEKUNDE entstehen weltweit 13 neue Twitter-Accounts –
in Summe sind das 1,1 Millionen neue Registrierungen pro Tag.

7 Bausteine fürs Social Media Marketing

7 Bausteine fürs Social Media Marketing

Neu: Experten sowie Rat & Tat werden gezielt in Social Media gesucht

In Netzwerken wie Twitter oder Facebook findet sich rasch jemand, der Experte für ein Thema ist und der einen guten Rat geben kann. Oder es findet sich zumindest jemand, der einen Experten für ein bestimmtes Thema kennt.

Und diese Experten kennen eben nicht nur den Spiegel-Bericht oder nur den Focus-Bericht oder nur den Tagesschau-Bericht. Solche Experten haben meist hohe Sachkenntnis, eine Vielzahl von Quellen und sind oft in der Lage, ein Thema differenzierter, praxisbezogener und teilweise auch objektiver darzustellen als die Edelfedern der großen Medien. Genau an diesem Punkt setzt Social Media Marketing an, denn …

Social Media Marketing ist kein Einbahnstraßen-Marketing

In den Medienhäusern hat man schon lange gesehen, dass die sozialen Netzwerke wachsen und an Bedeutung gewinnen. Logisch, dass man da mit dabei sein wollte. Also wurde schnell der Facebook-Account hochgezogen, das Twitter-Profil eingerichtet – und dabei – zumindest im Hinblick auf Social Media Marketing – so ziemlich alles falsch gemacht!

Soziale Netzwerke – so bitte nicht: „Spiegel Online“ (ein Beispiel unter vielen) hat ca. 40.000 Follower auf Twitter. Das Magazin pumpt – weitgehend automatisiert – täglich Dutzende von Meldungen heraus. Ohne jemals auf Fragen oder Wünsche der Follower zu reagieren. Ohne einem Follower zurückzufolgen, ohne sich für die Follower zu interessieren. Klassischer Einbahnstraßen-Journalismus. Man versucht das, was man immer schon gemacht hat, auf die sozialen Netzwerke zu übertragen. Doch das funktioniert nicht, denn …

… erfolgreiche Medienmacher verstehen Social Media Marketing als Interaktion

Internet-Unternehmer Lucas Wyrsch hat 75.000 Follower auf Twitter; Marketing-Experte Dennis Yu hat 95.000 Follower auf Twitter, und der Sänger Justin Bieber hat 33 Millionen Follower. Alle 3 unterscheiden sich von „Spiegel Online“ dadurch, dass sie mit ihren Lesern / Followern interagieren / kommunizieren. Und alle 3 haben einen größeren Einfluss auf ihre Leserschaft als „Spiegel Online“ (z.B. daran erkennbar, dass die Tweets dieser drei öfters verbreitet werden als die Spiegel-Tweets).

Irgendwann werden die „alten“ Medien (zumindest diejenigen, die überleben wollen) sich ernsthaft mit den sozialen Netzwerken bzw. mit ihrem Social Media Marketing Ansatz auseinandersetzen müssen. Bislang reichte die Auseinandersetzung leider nur dazu, über Berliner Lobbyisten ein neues Leistungsschutzrecht einzufordern – und damit Bloggern und Twitterern die Zitiermöglichkeiten zu erschweren.

Das wird den Medien jedoch kaum helfen, ihre Reichweite und ihren Einfluss zu behaupten. Denn das Internet überschreitet mühelos die nationalen Gesetzesgrenzen, und abgesehen davon ist kein Blogger und kein Twitterer darauf angewiesen, den „Spiegel“ oder andere Massenmedien zu zitieren.

Social Media Welt: Folgerungen für Marktauftritte und Marketing

Menschen entdecken, sehen und bewerten Dinge in ihren sozialen Netzen. Und Menschen empfehlen im sozialen Netzwerk. So, wie im Dorf oder in der Kleinstadt ein Handwerker im Gespräch weiterempfohlen wird, so wird im Internet eine Nachricht, ein Experte, ein Produkt oder eine Dienstleistung weiterempfohlen. Über die sozialen Netzwerke im Global Village. Genau dort, wo Social Media Marketing stattfindet.

Aus Social Media wächst die neue Empfehlungs-Gesellschaft

Dank Twitter, Facebook & Co. leben wir in einer globalen Empfehlungsgesellschaft. Erfolgreiches Social Media Marketing kommt – genau wie künftig die Nachrichten – nicht mehr auf der Einbahnstraße zum Verbraucher, sondern sie kommt verstärkt aus dem Kreis der sozial vernetzten Internetnutzer. Empfehler schaffen das, was klassische Werbung (genauso wie „klassischer“ Journalismus) immer weniger schafft: VERTRAUEN.

Social Media Marketing: Empfehlungen sind Kaufauslöser Nummer eins

Und genau deshalb sind aktive Empfehler künftig die besten Umsatz-Bringer aller Zeiten. Weiterempfehlungen sind das Wertvollste, was Sie als Anbieter von Ihren Kunden bekommen können. Doch solche Empfehlungen werden erst dann ausgesprochen, wenn sich Ihre Kunden ihrer Sache absolut sicher sind. Denn mit jeder Empfehlung steht immer auch das eigene Ansehen auf dem Spiel. Ganz genau so, wie Sie Ihr Ansehen aufs Spiel setzen, wenn Sie Ihrem Nachbarn einen Pfusch-Handwerker empfehlen.

Nur wenn Sie Ihren Kunden Produkte und Dienstleistungen bieten, von denen diese ehrlich begeistert sind – nur dann werden Ihre Produkt oder Ihre Dienstleistungen fleißig an Dritte empfohlen. Und nur dann profitieren Sie von der immer stärker wachsenden Macht der sozialen Netze, von der Macht des Empfehlungsmarketings. Nur dann wird Ihr Social Media Marketing zielführend sein.

Dank Social Media: So wichtig ist Ihr Empfehlungsmarketing schon heute

Prüfen Sie doch einfach einmal selbst, wie wichtig das
Empfehlungsmarketing schon heute für Ihr Unternehmen ist:

  • Wenn Sie Verkaufstermine machen, wie hoch ist dann die Quote der geplatzten Termine bei einem empfohlenem Geschäft? Und wie hoch bei nicht empfohlenem?
  • Wie lange dauert es bis zum Verkaufsabschluss bei einem empfohlenem Geschäft? Und wie lange bei nicht empfohlenem?
  • Wie hoch ist die Abschlussquote bei einem empfohlenem Geschäft? Und bei nicht empfohlenem?
  • Wie teuer ist ein Neukunde, wenn er aufgrund einer Empfehlung kommt? Und wie teuer ist er im Fall anderer Werbemaßnahmen?
  • Wie hoch sind die durchschnittlichen Umsätze bei empfohlenem Geschäft? Und wie hoch bei nicht empfohlenem?
  • Wie hoch ist der durchschnittliche Lifetime Value eines empfohlenen Kunden? Und wie hoch ist der Lifetime Value anderer Kunden?
  • Welche Rolle spielen Rabatte oder Sonderkonditionen bei empfohlenem Geschäft? Und welche bei nicht empfohlenem?
  • Mit welcher Wahrscheinlichkeit werden empfohlene Kunden selbst als Empfehler aktiv?

Social Media Marketing: Der „soziale Trend“ ist eindeutig

Ich denke, die Antworten auf diese Fragen werden auch in Ihrem Fall sehr eindeutig sein. Für EngelWerbung weiß ich sehr genau, dass unsere besten und treuesten Kunden über Empfehlungen zu uns kamen.

Vermutlich werden die Antworten auf die obigen Fragen auch bei Ihnen zu Überlegungen führen, wie Ihr Unternehmen effektiv in den sozialen Netzwerken präsent sein kann. Und welche Möglichkeiten und Wege es gibt, um beim Social Media Marketing glücklicher zu agieren als derzeit die großen Medienhäuser (siehe oben).

Und vor allem: Ihre Überlegungen werden dann zu Wegen führen, wie Ihr Unternehmen künftig von der Empfehlungs- und Werbekraft der sozialen Netzwerke profitieren kann.

Bedenken Sie: Noch taugen die „alten Werbewege“. Noch lassen sich Profite über Printwerbung, Telefonwerbung, Radio- und Fernsehwerbung und über Adwords-Werbung erzielen. Doch wir sind mitten im Umbruch. Die Karten werden neu gemischt, neue Chancen tun sich auf.

In Abwandlung einer alten Polit-Parole wird für den Werbemarkt der Zukunft gelten:

„Better dead than no cred´ ! – Lieber tot als unglaubwürdig !“

Social Media Marketing wird nur dann auf fruchtbaren Boden fallen, wenn Glaubwürdigkeit gegeben ist. Und glaubwürdig wird Werbung nicht mehr durch “glaubwürdige Werbeträger” (wie es Spiegel, Focus & Co. in der Vergangenheit waren), sondern erst durch effektive Verankerung der Unternehmen und Produkte in den sozialen Netzwerken.

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Veröffentlicht unter Social Media
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